Marine-Ehrenmal & U-Boot-Museum

Außer den Bademöglichkeiten verfügt Laboe auch noch über bekannte Sehenswürdigkeiten. So ragt ein 85 m hoher Turm über die Kieler Außenförde. Dieser Turm ermöglicht einen Rundumblick über Land und Meer und die Plattform ist über 341 Stufen oder 2 Aufzüge zu erreichen. Dieses Marine-Ehrenmal war ursprünglich zum Gedenken für die Gefallenen des 1. Weltkrieges gedacht. Wurde aber am 30.Mai 1954 zur Gedenkstätte für alle auf dem Meer verschollenen Seeleute und zum Mahnmal für eine friedliche Seefahrt erklärt.
Das Marine-Ehrenmal wurde bereits 1936 nach ca. 7 jähriger Bauzeit eingeweiht. Die Errichtung war durch Spendensammlungen möglich. In den Jahren vom 1993 bis 1998 wurde die gesamte Anlage einer Komplettrenovierung unterzogen. Bemerkenswert ist dabei, dass die Kosten ausschließlich aus Spendengeldern erbracht worden. Es standen keine öffentliche Mittel zur Renovierung des Marine-Ehrenmals und des U-Boot-Museums zur Verfügung.

Zur Anlage des Marine-Ehrenmals mit dem Turm gehört noch eine unterirdische Gedenkhalle und eine Halle mit Schiffsmodellen und anderen die Schifffahrt betreffende Gegenstände.
Das U-Boot-Museum entstand 1972 als technisches Museum. Am 13. Mai des Jahres 1972 wurde das U-Boot U-995 von 2 Schwimmkränen nach Laboe gebracht. Dieses Boot gehörte zum Typ VII C und wurde bereits im September 1942 in Dienst gestellt. Diese Boote wurden vorwiegend im Nordmeer gegen auslaufende Konvois und Sicherungsstreitkräfte sowie Geleitzüge eingesetzt. Bis zu seiner Außerdienststellung fuhr das Boot unter norwegischer Flagge und wurde 1965 von der norwegischen Marine der deutschen Kriegsmarine zum Geschenk gemacht. Gedacht war es als Zeichen der Aussöhnung.

Eine Besichtigung des U-Boot-Museums und des Marine-Ehrenmals ist sehr zu empfehlen, zumal das U-Boot weitgehendst in den Ursprungszustand gebracht wurde. Bisher haben schon tausende Besucher das Marine-Ehrenmal und das U-Boot-Museum besichtigt und das U-Boot in Augenschein genommen.

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